Vor einiger Zeit bin ich bei der Suche nach meinem Namen auf die "Personensuchmaschine Yasni" gestoßen. Ein nicht besonders hübsch verpacktes Pseudo-Web2.0-Gedöns, welches Inhalte zu Namen von natürlichen Personen von diversen anderen Seiten
scraped. Darunter Google, Amazon, LinkedIn, XING, Flickr und diverse andere. Diese fremden Inhalte werden dann auf Yasni.de auf einer Seite zusammengefasst. Diese wird unter
http://www.yasni.de/person/NACHNAME/VORNAME/VORNAME-NACHNAME.htm
verfügbar gemacht, von irgendwo auf der Seite verlinkt und so gelangt man recht flott zu hunderttausenden von Namen in die Suchergebnisse der großen Suchmaschinen, ohne auch nur eine Zeile eigenen Content zu bieten.
Da ich nicht möchte, dass eine Seite, mit der ich absolut gar nichts am Hut habe und mit der ich mich in keinster Weise identifizieren kann, zu
meinem Namen gut bei Google platziert ist, habe ich an Yasni geschrieben, mit der Bitte, meinen Namen aus der Datenbank zu löschen.
Als Antwort bekam ich vom Geschäftsführer, Steffen Rühl, eine klare Absage. Man habe doch gar nichts über mich gespeichert. Das sei alles frei im Netz verfügbar. Nach einigem hin und her wurde klar, dass Herr Rühl sich absolut im Recht fühlt und davon ausgeht, dass Yasni keinerlei Daten über mich gespeichert hat. Da bin ich anderer Meinung!
Im Gegensatz zu den meisten Anderen Namen, ist der meine zumindest in Deutschland einzigartig. Es gibt hier keinen anderen Pelle Boese. Von daher kann sich Steffen Rühl schonmal nicht damit rausreden, dass es sich um einen anderen handelt. So. Nun behauptet der Herr Rühl, dass über mich nichts gespeichert sei. Da stellt sich mir die Frage, wie mein Name in die Yasni-URL kommt. Und vor allem, wie diese URL dann in den Google-Index gelangt. Dafür gibt es genau eine Erklärung: Mein Name ist in der Yasni-Datenbank gespeichert. Daraus wird die URL generiert, welche dann wiederum irgendwo im Spam-Link-Paradies auf Yasni.de verlinkt wird, um sie bei Google in den Index zu pumpen. Ohne die Speicherung meines Namens ist dies einfach nicht möglich. Somit lügt Steffen Rühl wie gedruckt, ODER er hat keine Ahnung von dem, was seine Firma tut.
Anzeigen gegen den Laden dürfte es mittlerweile mehr als genug geben. Ich hoffe, dass man Herrn Rühl dafür auch in irgend einer Form persönlich belangen kann. Es ist eine Sache, eine vermeintliche rechtliche Grauzone auszunutzen und damit Geld zu verdienen. Aber auf mehrfache Anfrage meinerseits (
oder von anderen Personen) die Löschung meines Namens zu verweigern - das kann nicht legal sein.
Wer ähnlich denkt, darf sich gerne melden, dann gibt es weitere Informationen zum momentanen Stand.
Dieses Projekt entstand - wie viele Aktionen in der "Blogosphäre" - aus dem Ärger über die Umtriebe einiger Nutznießer des Web. Im Sommer 2008 kochte bei den Beteiligten die Wut über Personensuchmaschinen im Web hoch. Besonders das Geschäftsgebaren einer
Aufgenommen: Aug 12, 11:26